Reflexive Freiräume als Erfolgsfaktor moderner Organisationen

Dr. Andreas Selck, Berater und geschäftsführender Partner, hat als Autor an dem Fachbuch
„CSR und neue Arbeitswelten“ (herausgegeben von Brigitte Spieß und Nicole Fabisch) mitgewirkt.

In seinem Beitrag „Carpe facultas – Nutze die Möglichkeiten!“ beleuchtet er eine zentrale Frage moderner Organisationsentwicklung:

Wie können Unternehmen in einer zunehmend komplexen, unsicheren und dynamischen Arbeitswelt langfristig erfolgreich sein?

Wenn funktionale Organisationen an ihre Grenzen stoßen

Viele Unternehmen sind stark auf Effizienz, Steuerbarkeit und funktionale Sachlogik ausgerichtet. Diese Prinzipien sind wichtig – greifen jedoch zu kurz, wenn Organisationen mit:

  • komplexen Entscheidungs- und Problemsituationen
  • widersprüchlichen Anforderungen
  • dynamischen Markt- und Arbeitsbedingungen
  • sowie wachsender Unsicherheit

konfrontiert sind.

Der Beitrag zeigt, dass Organisationen häufig nicht an mangelndem Wissen scheitern, sondern an eingeübten Denk- und Verhaltensmustern, die verhindern, dass vorhandene Möglichkeiten erkannt und genutzt werden.

Erfolg neu denken: Reflexion als organisationale Fähigkeit

Aus Sicht von Dr. Selck liegt eine zentrale Voraussetzung für zukünftigen Unternehmenserfolg darin, neben dem operativen Tagesgeschäft gezielt Räume für Reflexion zu schaffen.

Solche reflexiven Frei-Räume ermöglichen es Mitarbeitenden und Führungskräften,

  • neue Perspektiven zu entwickeln,
  • bestehende Annahmen zu hinterfragen,
  • deen entstehen zu lassen
  • und diese unmittelbar in das organisationale Handeln einzubringen.

Reflexion wird damit nicht zur Ausnahme, sondern zur integralen Fähigkeit der Organisation.

Reflexive Frei-Räume im Kontext von CSR und neuen Arbeitswelten

Der Beitrag macht deutlich, dass reflexive Frei-Räume insbesondere im Kontext von Corporate Social Responsibility (CSR) und neuen Arbeitswelten eine zentrale Rolle spielen.

Sie tragen dazu bei,

  • verantwortungsvolle Entscheidungen unter Unsicherheit zu ermöglichen,
  • organisationale Lernprozesse zu fördern,
  • Innovationsfähigkeit nachhaltig zu stärken
  • und eine zukunftsfähige Arbeitskultur zu entwickeln.

Anhand konkreter Vorgehensweisen zeigt Dr. Selck, wie solche Strukturen in bestehenden Organisationen erprobt und etabliert werden können.

Publikationshinweis

Der Beitrag erschien im Fachbuch:

CSR und neue Arbeitswelten
© Springer-Verlag Berlin Heidelberg
ISBN: 978-3-662-50530-4

Die im Beitrag beschriebenen Ansätze greifen zentrale Fragen heutiger Organisations- und Führungsarbeit auf – insbesondere dort, wo klassische Steuerungslogiken an ihre Grenzen stoßen.